Islands beste Aussichtspunkte am Straßenrand, die Sie verpassen, wenn Sie kein Auto mieten
Island ist bekannt für seine Sehenswürdigkeiten, die auf keiner Bucket List fehlen dürfen: die Blaue Lagune, den Golden Circle und seine berühmten Wasserfälle. Aber mal ehrlich – einige der unvergesslichsten Orte des Landes findet man auf keiner Karte, es gibt dort keine Parkplätze und sie stehen auch nicht auf dem Programm von geführten Touren. Sie tauchen meist ganz unerwartet auf, während man am Steuer sitzt, und man bremst einfach ab, weil man sich dem Zauber des Anblicks nicht entziehen kann. Genau das macht den Zauber aus, wenn man in Island ein Auto mietet.

Warum die Aussichtspunkte am Straßenrand am besten geeignet sind
Die berühmten Sehenswürdigkeiten sind zweifellos ein Blickfang, wirken aber manchmal allzu vorhersehbar. Man kommt an, macht ein paar Fotos und fährt dann einfach weiter. Ganz anders sieht es jedoch an den Aussichtspunkten am Straßenrand aus.
Sie belohnen Geduld, Instinkt und die Bereitschaft, einfach der Nase zu folgen. Man findet sie oft hinter einer Straßenkurve, über einen Hügel oder wenn man plötzlich auf eine Lücke in der Landschaft stößt.
Das sind die Momente, in denen einem der Atem stockt, manchmal nur, um alles auf sich wirken zu lassen, manchmal, um einfach nur vor sich hin zu murmeln: „Wow, das ist unglaublich.“ Und natürlich sind es genau diese Momente, die die meisten Reisenden verpassen, weil sie keinen Zugang zu einem Bus oder einer Gruppenreise haben.
Rastplätze an der Südküste, an die Sie sich wirklich erinnern werden
Fährt man die Südküste entlang, so erscheint auf den ersten Blick alles normal und man könnte einfach daran vorbeifahren, so verbirgt sich in Wirklichkeit eine Menge Dramatik direkt unter der Oberfläche.
Eine Ebene aus Lavagestein könnte sanft zu einer kleinen Klippe mit Blick auf den Ozean abfallen. Ein Gletscher könnte, wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt, plötzlich hinter einem Berg hervortauchen.
Das sind die Momente, in denen man instinktiv anhält, um die Aussicht zu genießen, und wenn man einen Mietwagen hat, kann man tatsächlich anhalten.
Aber natürlich gibt es einen Haken: Sicherheit steht hier an erster Stelle. Nicht jeder Seitenstreifen eignet sich zum Anhalten, daher sollten Sie lernen, sichere Schotterbuchten zu erkennen und Ihrem Instinkt vertrauen.
Mach dir keine allzu großen Sorgen, wenn du das perfekte Instagram-Foto verpasst – die unerwarteten Ausblicke unterwegs werden dir immer in Erinnerung bleiben, viel mehr als jedes Foto.
Ostisländische Fjorde
In den Ostfjorden kommt es vor allem auf Gelassenheit an. Anders als die dramatische, rasante Landschaft der Südküste geht es beim Fahren durch die Fjorde hier eher darum, langsamer zu fahren und die Eindrücke auf sich wirken zu lassen.
Man erreicht die Kuppe eines Hügels, und plötzlich breitet sich das Tal vor einem aus, mit winzigen Dörfern, die sich am Wasser entlang schmiegen, Booten, die verstreut liegen, und jeder Straßenbogen bietet ein etwas anderes Licht. Und das Beste daran?
Sie können selbst bestimmen, wie lange Sie anhalten, was ein klarer Vorteil gegenüber Gruppenreisen ist, bei denen man nie wirklich lange genug anhält, um die Aussicht zu genießen.
Das Licht am frühen Morgen oder späten Abend verleiht diesen Ausblicken einen geradezu filmreifen Charme. Wenn Sie selbst fahren, können Sie diesem Licht nachjagen, anstatt sich an einen vorgegebenen Tourplan halten zu müssen.
Die versteckten Bergpässe Westislands
Westisland besteht nicht nur aus dem Goldenen Kreis, nein. Es gibt versteckte Pässe durch die Täler und über sanfte Hänge, die Landschaften bieten, die sich viel intimer anfühlen als jeder berühmte Aussichtspunkt.
Im einen Moment fährt man noch durch ein Feld, im nächsten blickt man plötzlich in ein riesiges, leeres Tal hinab.
Solche Orte finden nie Erwähnung in Reiseführern, und ehrlich gesagt sind es gerade die sanftesten, unscheinbarsten Landschaften, wie sanfte Hügel und moosbedeckte Klippen, die den größten Eindruck hinterlassen, weil sie so ruhig und unberührt sind.
Seien Sie sich bewusst, dass sich das Wetter in den Passgebieten schnell ändern kann, halten Sie also Ausschau nach unerwarteten Stürmen.
Ringstraße: Wenn die Straße selbst die Aussicht ist
Hier ein Trick, den die meisten Reisenden übersehen: Bestimmte Abschnitte der Ringstraße bieten selbst schon eine schöne Aussicht.
Weite Lavaebenen, moosbedeckte Flächen und zerklüftete Bergwände breiten sich während der Fahrt aus, oft schneller, als man ein Foto machen kann.
Bei einer Rundreise bekommt man das nicht mit, der Bus fährt einfach weiter. Wenn man selbst fährt, kann man anhalten, die Eindrücke auf sich wirken lassen und vielleicht sogar ein paar hundert Meter zurückfahren, um das perfekte Licht zu finden.
Es ist ein subtiler Unterschied, aber er verwandelt die Straße von „nur einem Weg, um irgendwohin zu gelangen“ in ein Erlebnis selbst.
Wie man einen Aussichtspunkt am Straßenrand sicher erkennt
Anhalten mag selbstverständlich klingen, aber Islands Straßen erfordern Aufmerksamkeit.
- Achten Sie auf Schotterbuchten oder breite Seitenstreifen.
- Vermeiden Sie das Anhalten in unübersichtlichen Kurven oder auf schmalen Brücken.
- Achten Sie auf den Wind, plötzliche Windböen können das Aussteigen aus dem Auto gefährlich machen.
- Respektieren Sie Privateigentum; ein Zufahrtsweg zu einem Bauernhof mag verlockend aussehen, aber prüfen Sie vorher, ob er befahrbar ist.
Freiheit geht mit Verantwortung einher. Je vorsichtiger man ist, desto wohler fühlt man sich, wenn man anhält, wo immer die Aussicht lockt.
Warum ein Mietwagen den entscheidenden Unterschied macht?
Hier geht es nicht um Prestige oder „Bequemlichkeit“. Ein Mietwagen bietet Wahlfreiheit und Kontrolle. Sie bestimmen das Tempo, die Ampeln, die Stopps.
Man wartet nicht auf einen Busfahrplan und folgt auch nicht dem Plan anderer. Und wenn man sich für ein lokales Unternehmen wie MyCar entscheidet, erhält man diskrete Hinweise: welche Strecken sicher sind, welche Schotterstraßen sich lohnen und welche Aussichtspunkte zwar anspruchsvoll, aber unvergesslich sind.
Der Unterschied zwischen dem Verpassen eines versteckten Fjordblicks und dem Erleben desselben im perfekten Licht liegt oft nur im Auto, das man fährt.
Fazit
Manche der unvergesslichsten Momente in Island findet man nicht auf Landkarten. Sie passieren, wenn man langsamer fährt, sich von der Straße leiten lässt und sich erlaubt, ohne jeden Grund anzuhalten.
Deshalb ist ein Mietwagen kein Luxus, sondern der Schlüssel zu einem Island-Erlebnis, das den meisten Menschen verborgen bleibt.
Anhalten. Aussteigen. Lauschen. Beobachten. Diese flüchtigen, ungeplanten Momente sind es, die einem noch lange in Erinnerung bleiben, nachdem die Wasserfälle längst aus der Erinnerung verschwunden sind.